Wie beginne ich ein Nosetracking-Spiel mit meinem Hund

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Nosetracking -Spiele können unterschiedlich aussehen. Es gibt Tagesveranstaltungen, zu denen man sich anmelden muss, aber vor allem auch angelegte Aufgaben die jedes Team privat eigenständig lösen kann.

Als Aufgabe kann zum Beispiel eine Spur abgelaufen werden, oder es müssen Verstecke gefunden werden. Bei einigen Spielen wird nach einem Lösungswort gefragt, bei anderen kann etwas eingesammelt werden oder es wird ein Beweisbild gefordert. Die Spiele laufen dabei immer für einen bestimmten Zeitraum. Spuren können oft nur wenige Tage abgelaufen werden. Suchaufgaben können mehrere Wochen laufen. Die genauen Details stehen jeweils in der Spielanleitung

Es sollten nur Hunde an die Aufgabe angesetzt werden, die bereits die erforderlichen Grundlagen erlernt haben. Der Hund sollte also in der Lage sein einer Spur zu folgen, deren Verlauf der Hundeführer nicht kennt, oder eine unbekannte Suche durchzuführen, wobei  er gelernt hat die Verstecke anzuzeigen.

Um die richtige Ausarbeitung eines Suchfeldes geht es hier im folgenden:

Bevor das Team an den Start geht sollte sich der Hundeführer die Beschreibung der Aufgabe genau durchlesen. In dieser findet er auch Angaben zur Lage des Suchgebietes. Es macht durchaus Sinn die Bilder im Smartphone abzuspeichern, damit sie sich auch bei schlechtem Internetempfang öffnen lassen.

Nun kann es los gehen. Der Hundeführer muss zuerst den Startbereich anhand der Beschreibung finden. Vor Ort sollte noch einmal ein Abgleich mit der Spielanleitung und den dazugehörigen Bildern erfolgen. Erst wenn man sicher ist, im richtigen Bereich zu stehen sollte der Hund an den Start gehen.

Dies erfolgt in einer dem Hund bereits gewohnten Art und Weise. Bei einem Suchfeld empfiehlt es sich den Hund erst einmal mit einem Bleib- Kommando absitzen zu lassen, oder ihn an einem Baum anzubinden. Anschließend geht der Hundeführer in das Feld und tut so als ob er etwas versteckt und kehrt zu seinem Hund zurück.

Dieser wird nun, in für die Aufgabe gewohnter Art und Weise, angesetzt. Da dies bei jedem Hund anders ist kann hier keine genaue Anleitung abgegeben werden. Manche Hunde müssen am Start Platz machen, andere stehen oder der Hundeführer steht vor dem sitzenden Hund etc.
Ein verändertes Startritual würde den Hund unnötig verwirren und führt eventuell dazu, das er gar nicht mit der Suche beginnt.

Bei der Suche benutzt man am besten je nach Suchgebiet eine zwei bis 5m lang Leine. So kann der Hundeführer direkt sehen, was der Hund macht und kann zeitnah belohnen falls er etwas findet.
Nach jedem Fund und somit nach jeder Belohnung wird der Hund wieder mit dem Startritual angesetzt.

Der Hundeführer sollte sich während der gesamten Durchführung wie in einer Trainingssituation verhalten. Er muss sich dabei vor allem auf den Hund konzentrieren. Das Wissen über den Einfluss des Wetters, insbesondere der Thermik kann zudem hilfreich sein, um den Hund richtig zu lesen. Es ist nicht Aufgabe des Hundeführeres die Gegend nach einem Versteck zu scannen. Sonst wäre der Hund überflüssig und er könnte die Disziplin selbst erledigen. Das klingt logisch, aber das ist nicht einfach einzuhalten, da wir Menschen ungerne die Kontrolle abgeben.

Ein großes Suchgebiet sollte in kleinere Bereiche unterteilt werden, durch die man den Hund systematisch führt. So kann sicher gestellt werden, das alles abgesucht wurde und der Hund nicht überfordert wird. Pausen zwischen den Bereichen können eingebaut werden.

Sollte der Hund in der Suche nicht fündig werden, sollte am Ende noch einmal ein eigenes Döschen bzw. Ei versteckt werden,, damit der Hund ein Erfolgserlebnis hat. Das eigene Versteck sollte jedoch nicht im direkten Suchbereich angelegt werden und muss unbedingt nach der Arbeit entfernt werden, um das Gebiet und die nähere Umgebung nicht zu kontaminieren.

Keinesfalls sollte man enttäuscht sein, wenn der Hund nicht erfolgreich ist. Dies kann zur Demotivierung des Hundes führen, und den Spaß an der Arbeit komplett zerstören. Es gilt: „Haben Sie Spaß mit ihrem Hund und vermeiden Sie jeden Erfolgsdruck“.

Es kann immer Mal vorkommen, daß bei der Suche ein Versteck versehendlich zerstört wurde, weil der Hund es versucht zu apportieren, oder aufkratzt etc. Wenn möglich sollte es in diesem Fall, an exakt der selben Stelle, wieder hergerichtet werden, damit auch nachfolgende Mannschaften noch suchen können. Ist eine Korrektur nicht mehr möglich muss der Einrichter des Spiels benachrichtigt werden. Dies kann über die Kommentare unter der Spielanleitung oder per Email erfolgen.

Wir wünschen allen Teilnehmer viel Spaß bei der Suche………

Auf die Nasen…..fertig……los!

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